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Arbeit im Homeoffice ist für uns kein Neuland

Arbeit im Homeoffice ist für uns kein Neuland

Bei der Hückelhovener ene't GmbH sieht man sich gut gerüstet in Zeiten von Corona

Einer der meist benutzten Begriffe in den letzten Wochen neben "Corona" und "Virus" dürfte sicherlich "Homeoffice" sein. Überall auf der Welt arbeiten Menschen, so es ihr Jobprofil zulässt, derzeit in den heimischen vier Wänden. Doch viele Unternehmen, auch hier in Deutschland, waren auf diese Form von "Hausarbeit" nicht oder nur unzureichend vorbereitet. In etlichen Fällen mussten von den Firmen Notlösungen oder pragmatische Formen des "Homeoffice" regelrecht aus dem Boden gestampft werden.

Bei der Hückelhovener ene't GmbH ist das Arbeiten von zu Hause gelebter Alltag, wie Peter Krahe aus der IT-Abteilung von ene't erklärt: „Die Arbeit vom Heimarbeitsplatz ist in unserer Firma seit Jahren ein fester Bestandteil des Arbeitsalltags. In unserem Unternehmen wurde bereits frühzeitig in die Digitalisierung der Geschäftsprozesse mit Hilfe von Web-basierten Produkten investiert, sodass eine Vernetzung und Integration der wichtigsten Firmenbereiche vorhanden ist.“ Nahezu jeder Mitarbeiter verfüge über die benötigten Voraussetzungen, wie firmeneigene, mobile Endgeräte und Zugang zum internen Netzwerk. „Unter Berücksichtigung ihrer Zugriffsrechte können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den bereitgestellten Endgeräten praktisch von überall auf der Welt auf benötigte Dokumente, Projektpläne oder Informationen zugreifen.“ Auch die Arbeit mit Webmeetings gehören für die Angestellten bei ene't zum normalen Büroalltag dazu. „Sie werden von den meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beinahe täglich genutzt und sind vollständig in die Arbeitsprozesse integriert.“ Selbst die vermeintliche Datenflut bereinigt wenig Sorgen. „Natürlich benötigt der Mitarbeiter daheim idealerweise eine Breitbandverbindung. Da aber der absolute Großteil der Daten innerhalb des firmeneigenen Rechenzentrums verarbeitet wird und praktisch nur die 'sichtbaren' Informationen an den Webbrowser des Endgeräts übertragen werden, ist auch ein Arbeit aus dem Mobilfunknetz in aller Regel problemlos möglich“, unterstreicht die IT. „Selbstverständlich müsse man auf die Vollverschlüsselung von Engeräten und Kommunikationswegen achten und die Mitarbeiter regelmäßig professionell sensibilisieren und testen, damit keine sensiblen Daten in falsche Hände gerieten. Auf dem aktuellen Stand der Technik zu sein ist nur die halbe Miete, der Faktor 'Mensch' ist und bleibt die wichtigste Rssource“, betont Krahe.

Die technische Komponente ist ein wichtiger Faktor, aber mindestens genauso wichtig ist auch eine Firmenkultur, in der man den Umgang mit dem Thema "Homeoffice" pflegt und fördert. Das sieht auch Helga Kockerols-Eßer so. Sie leitet bei ene't den Bereich Personal und Finanzen. „Als familienfreundliches Unternehmen - und in diesem Sinne haben wir immer sehr wahrhaftig agiert - sind flexible Arbeitszeiten bei uns seit jeher selbstverständlich. Das geht sogar so weit, dass wir die politischen Diskussionen in Zusammenhang mit der Rückkehr von Teilzeit zu Vollzeit immer belächeln. Bei uns bestimmt jeder Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin selbst seine/ihre Wochenarbeitszeit. Wenn jemand - egal aus welchen Gründen - Stunden reduzieren möchte, dann wird das ermöglicht. Die Arbeit wird im Team verteilt und wir haben noch nicht erlebt, dass das dann nicht funktioniert hätte. Ein Aufstocken von Arbeitszeit ist sowieso immer willkommen, da es genug Arbeit gibt.“

Auch beim Thema Vertrauen des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitnehmer verfolgt Helga Kockerols-Eßer eine klare Philosophie. „Wir haben dieses Grundvertrauen in unsere Kolleginnen und Kollegen. Meine persönliche Meinung hierzu lautet: wenn sich jemand drückt und keine Lust hat zu arbeiten, kann er das auch im Büro. Dazu muss er nicht ins Homeoffice wechseln. Wir arbeiten mit einer elektronischen, minutengenauen Zeiterfassung, alles wird abgerechnet. Mein Eindruck ist vielmehr, dass sich die überwiegende Mehrzahl der Mitarbeiter im Homeoffice erst recht ins Zeug legt und beweisen will, dass er/sie auch von zu Hause aus zuverlässig arbeitet. Hinzu kommt ja noch, dass viel der geleisteten Arbeit auch nachvollziehbar ist. Es würde also auffallen, wenn sich jemand daheim 'verdrückt'“, so Kockerols-Eßer.

Speziell während der aktuellen Corona-Krise biete man den Angestellten noch flexiblere Arbeitszeitmodelle an. Schließlich müssten in vielen Fällen beispielsweise Kinder betreut werden. In manchen Fällen würden momentan gar keine Zeiten erfasst, sondern ohne Kontrollen die Regelarbeitszeit abgerechnet. „Für uns ist die Arbeit im Homeoffice kein Neuland, aber hierfür haben wir auch in der Vergangenheit sehr wichtige Vorarbeiten geleistet!“

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